Dudelsackspielen schadet der Gesundheit – taub, verspannt, betrunken

Dudelsackpfeifer befinden sich wegen ihres ungewöhnlichen Musikinstruments in großer Gefahr. Nach einer Studie, über die am Montag britische Zeitungen berichteten, kann das Blasen des schottischen Nationalinstruments zu Taubheit, Verspannungen und Trunksucht führen. Der Dudelsack erzeuge Geräusche mit einem Lärmpegel von 130 Dezibel, was lauter sei als eine Kettensäge und zu ernsthaften Schäden am Trommelfell führe. Außerdem litten viele der Pfeifer an Muskelverspannungen, hieß es weiter.
Besonders bedenklich aber ist nach der Untersuchung des Fachmagazins „Piper & Drummer“, dass Dudelsackpfeifer oftmals dem Alkoholismus verfallen. Denn das Kampftrinken sei fester Bestandteil der schottischen Dudelsack-Vereine. „Das Pfeifen kann dein ganzes Leben bestimmen. Die Sommer werden den Wettkämpfen gewidmet. Dein Leben dreht sich dann nur um hartes Trinken mit den anderen Mitgliedern“, zitiert die „Times“ Dudelsackpfeifer Mike McNeill. So gingen durch das Dudelsackpfeifen und die dazugehörigen Exzesse nicht nur viele Trommelfelle, sondern auch zahlreiche Ehen in die Brüche.
London (dpa, August 2003)

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